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Initiative "Waffen weg!" im Land Salzburg
Pressemeldungen Aus den Salzburger Nachrichten vom 15. Juni 1999: Familiendrama: 5 Tote in Salzburg STRASSWALCHEN (SN). Montag wurden in einem Reihenhaus fünf Tote
entdeckt. Offenbar hatten der Deutsche Herbert Rach (33) und seine Lebensgefährtin
Claudia Steinbach (31) aus Mattighofen beschlossen, mit den Kindern aus
dem Leben zu scheiden. Auch Rachs Buben Daniel (8) und Christian (6), die
am Wochenende beim Vater zu Besuch waren, sowie Steinbachs Tochter Jacqueline
(4) lagen erschossen im Schlafzimmer. Daniel hatte am Sonntag seine Mutter
in Kärnten angerufen: "Papa will uns nicht zurückbringen. Mama,
bitte hilf uns." (Siehe Seite 5 und im Regionalteil Seiten 1,4,5,6)
Aus den Salzburger Nachrichten vom 16. Juni 1999 Hände weg von den Waffen
Straßwalchen, der Tag danach. Es quält uns die Frage nach
dem Warum. Nach bewährtem Muster versuchen wir, die Ursachen zu erforschen.
Das hilft bei der Aufarbeitung solcher menschlichen Katastrophen. Doch
wir kommen nicht recht weiter. Schulden als Motiv? Eine zerrüttete
Ehe? Das sind bestenfalls Denkansätze. Eine rationelle Erklärung
für solche mörderischen Verirrungen gibt es nicht. Auch wenn
wir sie gerne hätten.
... und weiter vom 16. Juni 1999: 363.000 Waffen-Dokumente ausgestellt
SALZBURG (SN). Seit Jahren wird in Österreich über die Verschärfung
des Waffengesetzes diskutiert. Auf ein Verbot von Feuerwaffen im Privatbesitz,
wie in Großbritannien, konnten sich die Politiker nicht verständigen.
Vor allem die ÖVP blockt ab.
Aus den Salzburger Nachrichten vom 15. Juni 1999: Eine Katastrophe folgt der anderen
In welcher Zeit leben wir! Eine Katastrophe folgt der anderen. Blut
fließt in der großen, weiten Welt und hier bei uns vor der
Haustür. Lassing, Galtür, der Krieg, der Tunnel, jetzt die Tragödie
in Straßwalchen. Bilder und Geschichten des Grauens. Am liebsten
möchte man sich verstecken vor so viel Leid, Angst und Haß,
will nichts mehr hören von Tod und Elend, sich verkriechen in seine
kleine, heile Welt, solange sie's noch ist.
Aus den Salzburger Nachrichten vom 18. Juni 1999: Jeder zehnte ein Sicherheitsrisiko
Die Tragödie von Straßwalchen hat in Salzburg zur erwarteten
Diskussion über den Besitz von Waffen geführt. An jedem Stammtisch
wird darüber diskutiert, ob durch ein Waffenverbot solche Wahnsinnstaten
verhindert werden könnten oder nicht. Während Männer eher
zum Nein neigen und meinen, man könne ja auch mit Messern, Giftbechern
oder anderen Werkzeugen, ja selbst mit bloßen Händen morden,
so tendieren Frauen zu einem generellen Waffenverbot.
Aus den Salzburger Nachrichten vom 19. Juni 1999: SP-Chef: Waffen weg!
SALZBURG (SN-per). Rund 2000 von insgesamt 20.000 Waffenbesitzern im
Bundesland Salzburg sind psychisch labil, alkoholkrank oder in einer anderen
Form psychisch und physisch beeinträchtigt. Sie sind daher ein Sicherheitsrisiko
für ihre Umwelt. Nach heutigen Kriterien würden sie keinen Waffenbesitzschein
mehr bekommen. Das Gesetz sieht aber keine psychische Überprüfung
jener Waffenbesitzer vor, die bereits vor 1998 eine Erlaubnis hatten. Auf
diese brisante Situation machte der Salzburger Verkehrspsychologe Wolf
Dietrich Zuzan (siehe SN vom 18. Juni) aufmerksam. Zuzan untersucht im
Kuratorium für Verkehrssicherheit Waffenschein-Anwärter auf ihre
psychische Verläßlichkeit. Heuer waren es bereits 64. Mehr als
30 Prozent davon wurden ohne Waffenschein nach Hause geschickt.
Aus den Salzburger Nachrichten vom 22. Juni 1999: Thaler gab seine "Walther" ab
SALZBURG (SN-per). Die Diskussion über den Privatbesitz von Schußwaffen
im Bundesland Salzburg kommt in Bewegung. Am Samstag lieferte der SPÖ-Klubvorsitzende
im Landtag, Walter Thaler, sein Schießeisen höchstpersönlich
bei der Gendarmerie ab:
Aus den Salzburger Nachrichten vom 23. Juni 1999: Waffen: Hartes Duell
SALZBURG (SN-alf). Das Verbot von Waffen entzweit SPÖ und ÖVP.
Mit dieser von LH-Stv. Gerhard Buchleiter (SPÖ) nach dem Familiendrama
in Straßwalchen aufgestellten Forderung kann die Volkspartei nichts
anfangen. Gerlinde Rogatsch, VP-Landesgeschäftsführerin, sagte,
daß auch ein totales Waffenverbot die Tragödie nicht hätte
verhindern können. Dadurch wären die familiären, finanziellen
und sozialen Probleme nicht aus der Welt geschafft worden.
Aus den Salzburger Nachrichten vom 24. Juni 1999: Vor allem legale Waffen bei Familien-Morden SALZBURG (SN-alf). Neue Argumente für die Einschränkung des
privaten Waffenbesitzes präsentierte am Mittwoch die SPÖ. Demnach
hat es in Österreich in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 367
Morde und Mordversuche gegeben. In 189 Fällen wurden dabei legale,
in 178 Fällen illegale Schußwaffen verwendet. In der Statistik
wird auch unterschieden, in welchem persönlichen Verhältnis Täter
und Opfer zueinander standen. In 37 Prozent der Fälle lag eine Hausgemeinschaft
vor, in 33,24 Prozent persönliche Bekanntschaft und in 29,7 Prozent
kannten sich Opfer und Täter nicht. Auffällig ist nach Meinung
der SP, daß vier Fünftel (81,5 Prozent) der Morde und Mordversuche,
vor denen Opfer und Täter in Hausgemeinschaften gelebt hatten, mit
legalen Schußwaffen begangen wurden. Bei Taten, bei denen Opfer und
Täter einander nicht kannten, wurden nur zu 21,2 Prozent legale Waffen
verwendet. Daher, so die SP, "die Waffen weg".
Landeshauptmann-Stellvertreter Gerhard Buchleitner Presseaussendung am 25. Juni 1999 Startschuß für "Waffen weg!"
Einen symbolischen "Startschuß" gab heute, Freitag, 25. Juni 1999, Landeshauptmann-Stellvertreter Gerhard Buchleitner für die Initiative "Waffen weg!". Mit einer landesweiten Unterschriftenaktion wollen prominente SalzburgerInnen für ein schärferes Waffengesetz werben, das der Nationalrat beschließen müßte. Symbolisch ist der "Startschuß" deshalb, weil der Sozial- und Jugendreferent des Landes keinen Waffenschein besitzt und Schußwaffen in den eigenen vier Wänden für ein untaugliches Mittel zur Selbstverteidigung hält: "Die Blutbäder von Straßwalchen und Mauterndorf, bei denen insgesamt elf Menschen, darunter vier Kinder, ums Leben kamen, wurden mit rechtmäßig erworbenen Schußwaffen angerichtet. Diese Tragödien könnten durch ein Waffenverbot nicht verhindert, aber zumindest erschwert werden. Jedes einzelne Leben, das gerettet werden kann, ist kostbarer als das Recht, eine Waffe zu besitzen. Weniger Waffen bedeuten mehr Sicherheit." Dieser Ansicht haben sich zahlreiche prominente SalzburgerInnen angeschlossen, die nun gemeinsam - über alle Parteigrenzen, Glaubensbekenntnisse und Weltanschauungen hinweg - für ein generelles Verbot von Schußwaffen in Privathaushalten werben. Ausnahmen soll es lediglich - unter strengen Auflagen und Kontrollen - für Jäger, Sportschützen, Sammler und gefährdete Berufsgruppen geben. Der Salzburger Initiative gehören vorerst an: Mag. Paul Arzt (Kinder- und Jugendanwalt), Gerhard Buchleitner (Landeshauptmann-Stellvertreter), Dr. Luitgard Derschmidt (Präsidentin der Katholischen Aktion), Manuela Gappmayer (Mauterndorf), Ernst Kröll (Landesgendarmeriekommandant), Prof. Dr. Gunther Ladurner (Leiter der Landesnervenklinik), Dr. Siegfried Pranger (Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung), Dr. Karl Schweiger (Polizeidirektor), Mag. Dagmar Stranzinger (Frauenbeauftragte der Stadt Salzburg), Univ.-Prof. Dr. Barbara Wicha (Politikwissenschafterin) und Spieler des SV Wüstenrot Salzburg (Franz Aigner, Heinz Arzberger, Rene Aufhauser, Amir Bradaric, Edi Glieder, Adi Hütter, Robert Ibertsberger, Richard Kitzbichler, Manfred Pamminger, Heimo Pfeifenberger). Weitere UnterstützerInnen aus Politik, Bildung, Wissenschaft, Kirche, Kultur, Sport, Wirtschaft und Medien werden nun gesucht. Auch bundesweit unterstützen zahlreiche Prominente die Forderung nach einer Abrüstung in Österreichs Haushalten. Darunter befinden sich etwa Kardinal König, Gertraud Knoll, Karl-Heinz Böhm, Josef Hader, Helmut Zilk, Erika Pluhar, Karin Resetarits, Werner Schneyder und Erika Weinzierl. "Die Salzburger Bevölkerung soll unter dem Eindruck der Tragödie von Straßwalchen die Möglichkeit haben, mit ihrer Unterschrift Druck auf das Parlament auszuüben. Damit es mehr Sicherheit durch weniger Waffen gibt", sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Buchleitner. Kontaktadresse: Friedensbüro Salzburg, Steingasse 47, 5020 Salzburg,
Telefon und Fax (0662) 873931, E-Mail: friedensbuero@salzburg.co.at
- Unterschriftenlisten und Informationen sind auch im Internet verfügbar:
http://www.salzburg.co.at/waffen-weg
Aus den Salzburger Nachrichten vom 26. Juni 1999: Polizeidirektor: "Waffen weg!" Auch Heimo Pfeifenberger gegen privaten Waffenbesitz - Unterschriftenaktion
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SALZBURG (SN-per). Immer mehr prominente Salzburgerinnen und Salzburger
schließen sich der Initiative "Waffen weg!" an. Die von Landeshauptmann-Stellvertreter
Gerhard Buchleitner ins Leben gerufene Aktion zur Verschärfung des
Waffengesetzes wurde am Freitag auf eine überparteiliche Ebene gehoben.
Mit ihrer Unterschrift wollen die Betreiber das Parlament dazu bringen,
ein generelles Verbot von Schußwaffen in Privathaushalten zu erlassen.
Ausnahmen soll es für Jäger, Sportschützen, Sammler und
Angehörige von gefährdeten Berufsgruppen (z. B. Taxilenker) geben.
Aus der Kronen Zeitung vom 17. Juli 1999 Stimme der Tiere ist gegen Waffen
Die "Stimme der Tiere" im Salzburger Landtag, die von der OVP nominierte
Tierärztin Traudl Wagner-Schöppl, hält nichts von Feuerwaffen
in privaten Wohnzimmerschränken - und schert damit aus der offiziellen
Parteilinie aus. Für sie kein Problem, weil sie kein Mitglied der
Volkspartei ist. "Außerdem folge ich in erster Linie der Stimme meines
Gewissens", sagt die Ärztin, die sich beim Waffenverbot mit Salzburgs
Exekutivchefs einig ist.
Aus dem Kurier vom 17. Juli 1999 Das Gewissen geht für Politikerin vor Parteilinie
Es ist erstaunlich, wie erstaunt die Öffentlichkeit reagiert, wenn
sich eine Politikerin nicht von ihrer Partei vergattern läßt.
"Ich sage und denke, was ich will!" beharrte ÖVP-Landtagsabgeordnete
Gertrude Wagner-Schöppl und unterschrieb einen Aufruf der Landtags-SPÖ.
SP-Chef Gerhard Buchleitner hatte angesichts der Amokläufe waffentragender
Familienväter die Initiative "Waffen weg" gestartet: Privater Waffenbesitz
soll, bis auf wenige Ausnahmen, verboten werden. Buchleitner legte Unterschriftenlisten
auf, Wagner-Schöppl unterschrieb - gegen die Linie der eigenen Partei.
Gerlinde Rogatsch, Salzburger VP-Frontfrau, reagierte zornig auf Buchleitners
Vorstoß und legte für ihre Partei fest, privater Waffenbesitz
müsse erlaubt bleiben. Sogar in den EU-Wahlkampf zog die VP damit
per Postwurf. Dies kümmert Tierärztin Wagner-Schöppl, die
als Parteilose für die VP im Landtag sitzt, nicht: "Ich entscheide
nach meinem Gewissen." Sie wisse sich mit vielen VP-Mandataren einer Meinung:
Waffen gehörten aus dem Privatbesitz weitgehend eliminiert, sie würden
folgenschwere Affekthandlungen begünstigen. "Man muß die Familien
schützen", sagt die mutige Tierärztin und legt sogar in ihrer
Praxis Buchleitners Unterschriftenlisten auf.
Aus den Salzburger Nachrichten vom 10. September 1999 Waffe bringt Stress
SALZBURG (SN-per). Keine Annäherung der Standpunkte brachte Mittwoch Abend eine Diskussion des Renner-Instituts im SN-Saal zum Thema privater Waffenbesitz. Maria Navarro, einst selbst von einem Klienten angeschossene Rechtsanwältin aus Linz und Obfrau des Vereines "Waffen weg", trat für eine weitere Verschärfung des Waffengesetzes ein. Ihre wesentlichen Forderungen: Schusswaffen nur noch für Jäger, Sportschützen und Personen, die beruflich eine Waffe brauchen. Ihr Argument: Waffen brächten nicht mehr Sicherheit, sondern Gefahr, auch für den Besitzer. Die Hälfte aller mit Schusswaffen begangenen Morde würden mit legal erworbenen Schießeisen ausgeführt. Dem konterte der Präsident der Interessengemeinschaft "Liberales Waffenrecht in Österreich", Franz Csaszar, dass laut Aussagen der Sicherheitsbehörden die Probleme mit legalen Waffenbesitzern sehr, sehr gering seien. Eine vor allem von der SPÖ betriebene Kampagne gegen rechtmäßige Waffenbesitzer versuche das Grundrecht auf Notwehr zu untergraben. Die Zahl der ausgestellten Waffenbesitzkarten habe sich in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt. Die Zahl der Missbräuche von Waffen sei gleichzeitig um rund 50 Prozent zurückgegangen, sagte Csaszar. Experten der Exekutive warnten dennoch vor privatem Waffenbesitz. Gendarmeriekommandant Ernst Kröll, langjähriges Mitglied der Sondereinheit Kobra, sprach von der hohen psychischen Belastung für Waffenbenützer. "Der Schütze wie auch das Opfer befinden sich in einer extremen Stresssituation. Wir haben das mehrmals getestet. Auch die besten unter uns haben das kaum ausgehalten. Wer glaubt, er könne sich eine Waffe unter den Polster legen und einfach ziehen, wenn der Böse kommt, der irrt." Er gehe zudem davon aus, dass die meisten Waffenbesitzer mit der Waffe kaum umgehen könnten. "Mit Hund oder Alarmanlage gegen Einbrecher" Polizeidirektor Karl Schweiger berichtete von schweren Mängeln
bei der Verwahrung von Schusswaffen und Munition. An Menschen mit erhöhten
Sicherheitsbedürfnis gerichtet, riet Schweiger: "Einen Einbrecher
schrecken sie mit einer guten Alarmanlage oder einem Hund besser ab als
mit einer Waffe." SPÖ-Chef Gerhard Buchleitner entschuldigte sich
für einen SPÖ-Jungfunktionär, der in einer Aussendung "alle
Waffenbesitzer als potentielle Mörder" bezeichnet hatte. Er werde
aber weiterhin für eine drastische Einschränkung des Waffenbesitzes
eintreten. Der Psychologe Wolf Dietrich Zuzan meinte, die eigentliche Ursache
für viele Familientragödien sei starke Aggression. Die Gewaltbereitschaft
nehme zu. Dies zeige sich bei psychologischen Tests zur Erlangung des Waffenscheines.
Landeshauptmann-Stellvertreter Gerhard Buchleitner Presseaussendung am 28. September 1999 6.000 Unterschriften für "Waffen weg!"
Die ersten 6.000 Unterschriften für die von ihm gestartete Initiative "Waffen weg!" im Land Salzburg konnte gestern, Montag, 27. September 1999, Landeshauptmann-Stellvertreter Gerhard Buchleitner an Innenminister Mag. Karl Schlögl übergeben. Prominente SalzburgerInnen - darunter Polizeidirektor Karl Schweiger, Landesgendarmeriekommandant Ernst Kröll, Frauenbeauftragte Dagmar Stranzinger, die Präsidentin der Katholischen Aktion, Luitgard Derschmidt, Kinderanwalt Paul Arzt, ÖVP-Landtagsabgeordnete Gertraud Wagner-Schöppl und Spieler des SV Wüstenrot Salzburg - hatten mit ihrer Unterschrift für die Initiative geworben. Buchleitner wies auf die breite Zustimmung hin, die seine Forderung nach einer Verschärfung des Waffenbesitzes in der Bevölkerung gefunden hat: "Ohne besondere Werbung haben sich Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen für ein Verbot des privaten Waffenbesitzes ausgesprochen." Seine volle Unterstützung für die Initiative sicherte Minister Schlögl zu. Er werde sich in der Bundesregierung für eine Verschärfung des Waffengesetzes einsetzen, so Schlögl. Ausnahmen, so der Text der Initiative, solle es lediglich für Jäger, Sportschützen, Sammler und besonders gefährdete Berufsgruppen geben. Auslöser für das Engagement des Salzburger SPÖ-Chefs war eine Familientragödie in Straßwalchen im Juni dieses Jahres, bei der fünf Menschen - darunter drei Kinder - starben. Der 33-jährige Herbert Rach tötete seine Familie und sich selbst. Die Tat wurde mit einer legalen Schusswaffe verübt. "Bei zwei Drittel aller Gewalttaten im Familienkreis sind rechtmäßig erworbene Schusswaffen im Spiel. Würde keine Waffe zuhause liegen, könnte so manche Kurzschlusshandlung verhindert werden", begründete Buchleitner seinen Einsatz für ein Waffenverbot. In den nächsten Wochen wird die Initiative fortgesetzt. "Die nächste Bundesregierung muss sich auf jeden Fall mit der Verschärfung des Waffengesetzes beschäftigen", forderte Buchleitner. Widerstände anderer politischer Kräfte bezeichnete der SPÖ-Vorsitzende als "vollkommen unverständlich". Jedes einzelne Leben, so Buchleitner, sei kostbarer als das Recht eine Waffe zu besitzen: "Weniger Waffen bedeuten mehr Sicherheit."
Fordern Sie den Nationalrat auf, durch weniger Waffen für mehr Sicherheit zu sorgen! ONLINE VOTING
Diese Initiative wird unterstützt von Mag. Paul ARZT (Kinder- und Jugendanwalt), Gerhard BUCHLEITNER (Landeshauptmann-Stellvertreter), Dr. Luitgard DERSCHMIDT (Präsidentin der Katholischen Aktion), Manuela GAPPMAYER (Mauterndorf), Ernst KRÖLL (Landesgendarmeriekommandant), Dr. Siegfried PRANGER (Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung), Dr. Karl SCHWEIGER (Polizeidirektor), Mag. Dagmar STRANZINGER (Frauenbeauftragte der Stadt Salzburg), Univ.-Prof. Dr. Barbara WICHA (Politikwissenschafterin), Spielern des SV Wüstenrot Salzburg (Franz AIGNER, Heinz ARZBERGER, Rene AUFHAUSER, Amir BRADARIC, Edi GLIEDER, Adi HÜTTER, Robert IBERTSBERGER, Richard KITZBICHLER, Manfred PAMMINGER, Heimo PFEIFENBERGER) und vielen weiteren UnterstützerInnen aus Politik, Bildung, Wissenschaft, Kirche, Kultur, Sport, Wirtschaft und Medien. |
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